Das Projekt

Hbeb-LogoImmer mehr Familien benötigen Hilfe und Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder. In der Schule fallen Schüler und Schülerinnen mit erhöhtem Integrationsbedarf schnell auf. Im Gespräch mit den Lehrkräften wird den Eltern dann oft nahe gelegt, eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen. Leider kommen die wenigsten Familien dort an – hier besteht offenbar noch eine zu hohe Hemmschwelle. Um diese Schüler trotzdem zu erreichen, hat die Beratungsstelle Innenstadt-Ost in Dortmund 1998 das Präventionsprojekt „Hilfe, bevor es brennt!” ins Leben gerufen. In Kooperation mit den Schulen des Stadtbezirks führten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Lehrkraft ein regelmäßiges soziales Kompetenztraining im Lebensraum Schule durch. Der Einstieg in das Projekt war mühsam, Schulen ließen sich nur sehr zögerlich auf diese Art der Zusammenarbeit ein, doch durch guten Erfahrungen, die einige mutige Schulen mit diesem Training gemacht haben, ließen die Vorbehalte schnell nach.

Ungefähr zeitgleich startete auch die Beratungsstelle Mengede in Dortmund ein soziales Kompetenztraining in dem Schule und Beratungsstelle miteinander kooperierten. Um diese beiden Projekte weiter ausbauen und weiterentwickeln zu können, wurden sie unter dem bewährten Namen „Hilfe, bevor es brennt!“ zusammengeschlossen. Durch Sponsoren und andere städtische Projektmittel konnte das Training auf viele Schulen in fast allen Dortmunder Stadtbezirken ausgeweitet werden. Mittlerweile wurde im Jahr 2011 der gleichnamige und gemeinnützige Verein „Hilfe, bevor es brennt!” e.V. gegründet, der die praktische wie auch finanzielle Abwicklungen der Projekte koordiniert.

Das Projekt selbst hat das Ziel eine niederschwellige und präventive pädagogische Arbeit zu leisten. Die soziale und kommunikative Kompetenz der Kinder soll unmittelbar im Lebensraum Schule unterstützt und gestärkt werden, um dadurch einer negativen Entwicklung möglichst frühzeitig entgegenzuwirken. Deshalb wirdgerade die Kooperation mit der jeweils zuständigen Beratungsstelle sehr geschätzt und für sinnvoll erachtet. Denn durch die Zusammenarbeit besteht das Angebot der Nachbetreuung von Schulen durch die örtliche Beratungsstelle was die Nachhaltigkeit des Projekts „Hilfe, bevor es brennt!” sichert.

Soziale Kompetenzen

Unter Sozialen Kompetenzen versteht man eine Reihe von persönlichen Fähigkeiten und Einstellungen, die das Zusammenleben für Gruppen und jeden Einzelnen fördern und verbessern. Zu diesen Fähigkeiten und Einstellungen gehören:

sozial-kompetenzSoziale Kompetenzen im Umgang mit sich selbst:
Selbstbewusstsein
Eigenwahrnehmung
Motivation

Soziale Kompetenzen im Umgang mit Anderen:
Einfühlungsvermögen
Kritikfähigkeit
Respekt
Teamfähigkeit
Konfliktfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Übernahme von Verantwortung
Durchsetzungsfähigkeit

Im Projekt „Hilfe, bevor es brennt!” werden die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Klassenverband gezielt gefördert. Dazu dienen Spiele und Übungen aus den Kategorien Vertrauen, Alternative Konfliktlösung, Eigen- und Fremdwahrnehmung, sinnliche Wahrnehmung, Kennen lernen/ Abschluss, Kooperation, Ruhe und Konzentration, Selbstbewusstsein stärken, Regeln/ Konsequenzen und Kommunikation.