Evaluation

Im Rahmen einer Studienarbeit wurde das Projekt „Hilfe bevor es brennt!“ unter der Planung und wissenschaftlichen Begleitung von Prof. Dr. Albert Lenz, Diplom Psychologe der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen evaluiert. Ziel der Untersuchung war dabei die Klärung folgender Fragen:

  1. Worin bestehen die Ziele des Projekts?
  2. Wie werden die zentralen Wirkungen der durchgeführten Maßnahmen auf das einzelne Kind, auf die Klassen/Jahrgangsstufe und auf die Schule bewertet?
  3. Wie werden Kooperation und Vernetzung eingeschätzt?
  4. Gibt es Bedarf nach Erweiterung/Ergänzungen im Angebot?

Um diese Fragen zu klären wurden 84 Interviews an 6 unterschiedlichen Schulen (Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien) durchgeführt. Befragt wurden dabei ausschließlich die Schüler zu den oben genannten Themen. Für die Lehrer und Schulleiter wurden Fragebögen erstellt.

Zusammenfassung der Ergebnisse der Untersuchung:

  1. Worin bestehen die Ziele des Projekts?

    Ziel des Projektes ist eine niederschwellige und präventive pädagogische Arbeit. Die soziale und kommunikative Kompetenz der Kinder soll unmittelbar im Lebensraum Schule unterstützt und gestärkt werden, um dadurch einer negativen Entwicklung möglichst frühzeitig entgegenzuwirken. Die Aussagen der Befragten zeigen, dass diese Ziele durch die eingesetzten Maßnahmen erreicht werden konnten und dieses Projekt damit aus fachlicher Sicht in dieser Form weitergeführt werden sollte.

  2. Wie werden die zentralen Wirkungen der durchgeführten Maßnahmen auf das einzelne Kind, auf die Klassen/Jahrgangsstufe und auf die Schule bewertet?

    Die Aussagen der Befragten zeigen übereinstimmend, dass durch verschiedene Maßnahmen und Methoden positive Veränderungen sowohl auf der individuellen Ebene als auch im Klassenverband und in der Schule insgesamt erzielt werden konnten.

  3. Wie werden Kooperation und Vernetzung eingeschätzt?

    Vernetzung und Kooperation mit anderen Einrichtungen werden von allen Befragten als wichtige Arbeitsansätze und als grundlegende Voraussetzungen für jede Form von offener und präventiver Arbeit betrachtet. Diese Aktivitäten sollten daher noch stärker in den Arbeitsprozess verankert werden.

  4. Gibt es Bedarf nach Erweiterung/Ergänzungen im Angebot?

    Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass insbesondere die offene Sprechstunde in den Schulen weiter ausgebaut werden sollte. Dieses Angebot stellt eine Form der psychosozialen Hilfe dar, die sowohl von Kindern und Jugendlichen als auch von den Lehrkräften als effektiv und hilfreich bewertet wird.